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The Darkest Hour, 2023 The Darkest Hour, 2023

Multisensorische audiovisuelle 3-Kanal-Installation (Bachelorarbeit)

„Ich sehne mich nach dem Rauschen, das mich zu Kindestagen in den Schlaf gewogen hat. Sehne mich danach, stundenlang den Horizont zu beobachten und Kirschkerne in hohes, trockenes Gras zu spucken. Manchmal, da gehe ich die Straße entlang und werde vom Hauch eines flüchtigen Dufts verschluckt und in meine Kindheit gespuckt. Ich würde mich gerade am liebsten selbst in diesen Zeitraum spucken und der gleißenden Sonne entkommend, in der Küche meiner Großmutter Zuflucht finden. Jetzt sitze ich in Berlin und schreibe diesen Text. Ich trage die Ohrringe meiner Mutter und an den Fingern die Ringe ihrer Mutter. Im Herzen das Rauschen. Wo trägt es mich hin?“

„The Darkest Hour“ ist eine multisensorische Erfahrung, bestehend aus einer audiovisuellen 3-Kanal-Installation und einer räumlichen Intervention. Im Zentrum der Rauminstallation steht eine begehbare Holzhütte, in deren Innerem sich Vintage-Fernseher befinden – ein Kontrast zur kühlen blauen Atmosphäre einer großflächigen Videoprojektion außerhalb der Konstruktion.

Für diese Arbeit reiste Alina Lutz an die Schwarzmeerküste in Bulgarien und dokumentierte Artefakte in Form von Videos, Feldaufnahmen und Zeichnungen. Aufgrund politischer Gegebenheiten ist die Krim derzeit von Europa aus nicht zugänglich; daher ist die Perspektive der Arbeit von Distanz und Sehnsucht nach etwas Unerreichbarem geprägt. Sie erforscht die Gestalt von Erinnerungen und die Vergänglichkeit.

https://werkschau.gestaltung-bielefeld.de/the-darkest-hour-2023

https://www.hsbi.de/presse/pressemitteilungen/aktuelle-werkschau-des-fachbereichs-gestaltung-lehren-und-lernen-als-prozess-der-veraenderung

Multi-sensory 3-channel audiovisual experience, spatial installation (Bachelor’s project)

"I long for the sound of the sea that lulled me to sleep as a child. I long to gaze at the horizon for hours and spit cherry stones into tall, dry grass. Sometimes, as I walk down the street, I get swallowed up by the breeze of a passing scent and spat into my childhood. I would like to spit myself into that period right now and find refuge in my grandmother’s kitchen, escaping the glaring sun. I wear my mother’s earrings and on my fingers, her mother’s rings. In my heart, the murmur. Where does it carry me?"

"The Darkest Hour" is a multi-sensory experience consisting of a 3-channel audiovisual installation and a spatial intervention. At the center of the room installation is an accessible wooden shelter with vintage TVs inside, creating a contrast to the cold blue atmosphere of a large video projection outside the construction.

For this work, Alina Lutz traveled to the Black Sea coast in Bulgaria and documented artifacts in the form of videos, field recordings, and drawings. Due to political reasons, Crimea is currently inaccessible from Europe; therefore, the perspective of the work is one of distance and longing for something out of reach. It explores the quality of memories and impermanence.


https://werkschau.gestaltung-bielefeld.de/the-darkest-hour-2023

https://www.hsbi.de/presse/pressemitteilungen/aktuelle-werkschau-des-fachbereichs-gestaltung-lehren-und-lernen-als-prozess-der-veraenderung